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Herzlich willkommen

auf meinem Blog!



Hier teile ich Wissen und Impulse aus meiner Arbeit als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Entspannungstherapeutin.


Im Alltag stoßen viele Menschen an Grenzen – durch Stress, innere Unruhe, Ängste oder belastende Situationen. Oft fehlen praktische Werkzeuge oder neue Perspektiven. Genau hier setzt dieser Blog an.


Ich schreibe über psychische Gesundheit, Selbstregulation, Stressbewältigung und den Umgang mit schwierigen Gefühlen – praxisnah und fundiert.


Sie finden Anregungen, um:

  • sich selbst besser zu verstehen
  • Warnsignale frühzeitig wahrzunehmen
  • innere Stabilität zu stärken
  • mehr Ruhe und Klarheit zu gewinnen



Dieser Blog ersetzt keine Therapie, kann aber ein erster Schritt zu mehr Selbstfürsorge, innerer Balance und Bewusstheit sein. Lassen Sie sich inspirieren!

  • Warum Sie sich ständig gestresst fühlen – und was hilft wirklich dagegen?

    Stress und Überforderung gehören für viele Menschen inzwischen zum Alltag. Zwischen beruflichen Anforderungen, privaten Verpflichtungen, sozialen Erwartungen und dem eigenen Anspruch, alles perfekt zu meistern, bleibt oft kaum noch Raum zum Durchatmen. Vielleicht kennen Sie dieses Gefühl: Der Kopf ist ständig voll, die To-do-Liste wächst schneller, als Sie sie abarbeiten können, und selbst in eigentlich ruhigen Momenten fällt es schwer, wirklich abzuschalten.


    Doch woher kommt dieses dauerhafte Gefühl von Stress eigentlich – und vor allem: Was können Sie konkret dagegen tun?


    In diesem Artikel geht es nicht um komplizierte Theorien, sondern um ein besseres Verständnis für die Ursachen von Stress und um einfache, alltagstaugliche Strategien, die Sie sofort umsetzen können.




    Was genau ist Stress eigentlich?


    Stress ist zunächst nichts Negatives. Im Gegenteil: Er ist eine natürliche Reaktion unseres Körpers auf Herausforderungen oder potenzielle Gefahren. In solchen Momenten steigt unser Puls, die Atmung wird schneller, und wir sind wacher und konzentrierter. Unser Körper versetzt uns in einen Zustand, in dem wir besonders leistungsfähig sind.


    Problematisch wird Stress allerdings dann, wenn dieser Zustand nicht mehr endet. Wenn aus einer kurzfristigen Reaktion ein Dauerzustand wird, beginnt er, uns zu belasten – körperlich und mental.


    Dauerstress entsteht häufig dann, wenn zu viele Anforderungen gleichzeitig auf uns einwirken, wir das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren, oder unsere eigenen Erwartungen dauerhaft zu hoch sind. Gleichzeitig fehlt oft die notwendige Erholung. Die Folgen zeigen sich schnell: Erschöpfung, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme – und auf lange Sicht sogar gesundheitliche Beschwerden.




    Warum fühlen sich so viele Menschen überfordert?


    Überforderung entsteht selten nur durch „zu viel Arbeit“. Viel häufiger ist sie das Ergebnis eines Zusammenspiels aus äußeren Anforderungen und innerem Druck.


    Viele Menschen setzen sich selbst stark unter Druck, etwa durch Perfektionismus oder den Wunsch, es allen recht zu machen. Hinzu kommt die Schwierigkeit, Nein zu sagen – sei es im Job oder im privaten Umfeld. Gleichzeitig sorgt die ständige Erreichbarkeit durch E-Mails, Nachrichten und soziale Medien dafür, dass es kaum noch echte Pausen gibt. Oft fehlen zudem klare Prioritäten, sodass alles gleich wichtig erscheint.


    Das Tückische daran ist: Überforderung kommt meist schleichend. Was anfangs noch gut machbar wirkt, wird nach und nach immer mehr – bis es sich plötzlich zu viel anfühlt.




    Was hilft wirklich gegen Stress?


    Die gute Nachricht ist: Sie müssen Ihr Leben nicht komplett umkrempeln, um Stress zu reduzieren. Oft sind es kleine Veränderungen, die eine große Wirkung haben.


    Ein erster, sehr einfacher Schritt ist es, sich bewusst kurze Pausen zu nehmen – selbst mitten im Trubel. Schon wenige Minuten bewusstes Atmen können helfen, das Nervensystem zu beruhigen und wieder klarer zu denken. Atmen Sie dafür langsam ein, halten Sie kurz inne und atmen Sie länger aus, als Sie eingeatmet haben. Diese einfache Übung kann erstaunlich viel bewirken.


    Ebenso hilfreich ist es, Gedanken aus dem Kopf „auszulagern“. Wenn Sie sich fünf bis zehn Minuten Zeit nehmen und alles aufschreiben, was Sie beschäftigt, entsteht oft sofort mehr Klarheit. Dinge, die im Kopf chaotisch wirken, erscheinen auf Papier plötzlich strukturierter und greifbarer.


    Auch beim Thema Aufgabenmanagement lohnt sich ein Perspektivwechsel. Statt endloser To-do-Listen kann es entlastend sein, sich pro Tag nur auf drei wirklich wichtige Aufgaben zu konzentrieren. Alles andere ist ein Bonus. Das nimmt Druck raus und sorgt gleichzeitig für ein stärkeres Gefühl von Erfolg.


    Ein weiterer entscheidender Punkt ist das Setzen von Grenzen. Viele Menschen sagen aus Gewohnheit oder Höflichkeit „Ja“, obwohl sie eigentlich „Nein“ meinen. Dabei ist ein freundliches, klares Nein kein Zeichen von Egoismus, sondern von Selbstfürsorge. Wer ständig über die eigenen Grenzen geht, zahlt langfristig einen hohen Preis.


    Auch Pausen sollten nicht dem Zufall überlassen werden. Wenn Sie diese bewusst in Ihren Tag einplanen – wie feste Termine – steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sie tatsächlich einhalten. Schon kurze Auszeiten ohne Bildschirm können helfen, neue Energie zu tanken.


    Darüber hinaus spielt die Reizüberflutung eine große Rolle. Ständige Benachrichtigungen, Social Media und ein permanenter Strom an Informationen halten unser Gehirn in Alarmbereitschaft. Weniger Input bedeutet oft automatisch mehr innere Ruhe. Es kann schon helfen, das Handy öfter aus dem Blickfeld zu legen oder Benachrichtigungen gezielt auszuschalten.


    Und nicht zuletzt: Erlauben Sie sich, unperfekt zu sein. Perfektionismus ist einer der größten Stressverstärker. In vielen Fällen reichen 80 Prozent völlig aus – ohne dass die Qualität wirklich leidet. Sich das bewusst zu machen, kann enorm entlastend sein.




    Ein wichtiger Perspektivwechsel


    Viele Menschen versuchen, Stress zu bekämpfen, indem sie noch effizienter werden. Sie optimieren Abläufe, arbeiten schneller und versuchen, noch mehr zu schaffen. Doch oft liegt die eigentliche Lösung nicht darin, mehr zu leisten, sondern darin, weniger leisten zu müssen.


    Das bedeutet, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen, Erwartungen zu hinterfragen und bewusster mit der eigenen Energie umzugehen. Stress ist nicht nur ein Zeitproblem – sondern häufig auch ein Prioritätenproblem.




    Kleine Gewohnheiten, große Wirkung


    Sie müssen nicht von heute auf morgen alles verändern. Oft reichen kleine Gewohnheiten, die regelmäßig in den Alltag integriert werden.


    Ein paar Minuten Ruhe am Morgen, ein kurzer Spaziergang ohne Handy, ein klarer Feierabend ohne E-Mails oder bewusstes Durchatmen zwischendurch – all diese kleinen Momente summieren sich. Und genau darin liegt ihre Kraft.




    Fazit: Sie müssen nicht alles schaffen


    Stress entsteht oft aus dem Gefühl heraus, allem gerecht werden zu müssen. Doch dieser Anspruch ist weder realistisch noch notwendig.


    Sie dürfen langsamer machen. Sie dürfen Prioritäten setzen. Und Sie dürfen Dinge auch einmal liegen lassen.


    Vor allem aber dürfen Sie auf sich selbst achten.




    -->  Welcher dieser Impulse hat Sie am meisten angesprochen? Beginnen Sie heute mit genau einem davon – nicht mit allen.



    -->  Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und fragen Sie sich:

    Was ist heute wirklich wichtig – und was kann warten?



    -->   Wenn Ihnen dieser Beitrag geholfen hat: Teilen Sie ihn gern mit jemandem, der gerade ebenfalls viel Stress erlebt.

    Denn weniger Stress beginnt nicht mit mehr Kontrolle – sondern mit bewussteren Entscheidungen.



    Herzliche Grüße

    Eva Markert



  • Ressourcenarbeit: Wie Sie ihre inneren Stärken gezielt aktivieren

    Ressourcenarbeit: Die eigenen Stärken bewusst nutzen


    Kennen Sie das Gefühl, in einer schwierigen Situation plötzlich den Zugang zu Ihren eigenen Fähigkeiten zu verlieren? Zweifel werden lauter, der Kopf ist voll und das Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten scheint für einen Moment zu verschwinden.


    Genau hier setzt die Ressourcenarbeit an. Sie richtet den Blick auf das, was bereits vorhanden ist: persönliche Stärken, hilfreiche Erfahrungen und Fähigkeiten, die im Alltag manchmal aus dem Blick geraten.


    In diesem Beitrag erfahren Sie, was Ressourcenarbeit bedeutet, wie sie in der Praxis eingesetzt werden kann und wie Sie eine einfache Übung ausprobieren können.




    Was bedeutet Ressourcenarbeit?


    Ressourcenarbeit ist ein Ansatz aus Psychotherapie, Psychologie und Coaching. Dabei stehen nicht in erster Linie Probleme oder Defizite im Mittelpunkt, sondern die Fähigkeiten, Erfahrungen und Stärken, die ein Mensch bereits mitbringt.


    Zu den persönlichen Ressourcen können beispielsweise gehören:


    Eigenschaften wie Geduld, Humor oder Gelassenheit

    Fähigkeiten wie Organisationstalent oder Einfühlungsvermögen

    positive Erinnerungen

    unterstützende Beziehungen

    innere Bilder oder Situationen, die Sicherheit oder Zuversicht vermitteln


    Ziel der Ressourcenarbeit ist es, diese persönlichen Stärken bewusster wahrzunehmen und – wenn sie als hilfreich erlebt werden – in belastenden Situationen leichter darauf zurückgreifen zu können.




    Wie kann Ressourcenarbeit unterstützen?


    Viele Menschen erleben im Alltag, dass belastende Gedanken oder Sorgen ihre Aufmerksamkeit besonders stark beanspruchen. Dadurch geraten eigene Stärken oder bereits bewältigte Herausforderungen manchmal in den Hintergrund.


    Ressourcenarbeit kann dabei unterstützen, den Blick wieder auf hilfreiche Erfahrungen und vorhandene Fähigkeiten zu richten. Manche Menschen erleben dadurch mehr Orientierung oder fühlen sich im Umgang mit schwierigen Situationen sicherer. Wie hilfreich dies empfunden wird, ist jedoch individuell unterschiedlich.



    Eine kleine Übung für den Alltag


    Wenn Sie möchten, können Sie folgende Übung einmal ausprobieren:


    Denken Sie an eine Situation, in der Sie sich ruhig, sicher oder zuversichtlich gefühlt haben. Das kann ein besonderes Erlebnis sein, aber auch ein kleiner Moment im Alltag.


    Schließen Sie dann – wenn es für Sie angenehm ist – für einen Moment die Augen und erinnern Sie sich möglichst genau an diese Situation.


    Fragen Sie sich:


    Was habe ich gesehen?

    Was habe ich gehört?

    Wie habe ich mich in diesem Moment gefühlt?



    Wählen Sie dann eine kleine, unauffällige Bewegung, zum Beispiel:


    Daumen und Zeigefinger leicht zusammendrücken

    eine Hand auf das Herz legen


    Verbinden Sie diese Bewegung bewusst mit der Erinnerung.


    Wenn Sie später eine belastende Situation erleben, können Sie diese Bewegung erneut ausführen und beobachten, ob Ihnen die Erinnerung an diesen positiven Moment dabei hilft, sich wieder etwas zu sammeln.



    Nicht jede Übung wirkt bei jedem Menschen gleich. Es kann hilfreich sein, verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren und herauszufinden, was sich für Sie passend anfühlt.




    Beispiele aus dem Alltag


    Ressourcenarbeit kann ganz unterschiedlich aussehen.


    Eine Person erinnert sich vor einer Präsentation an eine Situation, in der sie eine Herausforderung erfolgreich gemeistert hat. Diese Erinnerung vermittelt ihr Zuversicht für die bevorstehende Aufgabe.


    Eine andere Person denkt nach einem anstrengenden Arbeitstag bewusst an einen Ort, an dem sie sich besonders wohlgefühlt hat – etwa an einen Spaziergang in der Natur oder einen Urlaub am Meer. Diese Erinnerung kann helfen, für einen Moment Abstand vom Alltagsstress zu gewinnen.


    Wieder jemand anderes nimmt sich vor einem schwierigen Gespräch einige Minuten Zeit, um sich an eine Situation zu erinnern, in der Gelassenheit gut gelungen ist. Dadurch fällt es manchen Menschen leichter, bewusster in das Gespräch zu gehen.


    Wie solche Übungen erlebt werden, ist individuell verschieden.




    Wenn Sie Ressourcenarbeit ausprobieren möchten


    Viele Menschen empfinden folgende Hinweise als hilfreich:


    Üben Sie regelmäßig – auch in ruhigen Momenten.

    Auch kleine positive Erlebnisse können wertvolle Ressourcen sein.

    Geben Sie sich Zeit. Nicht jede Übung fühlt sich sofort passend an.

    Beobachten Sie neugierig, welche Erfahrungen Sie persönlich machen.

    Fazit


    Ressourcenarbeit ist ein Ansatz, der den Blick auf vorhandene Stärken und hilfreiche Erfahrungen richtet. Ziel ist es, diese bewusster wahrzunehmen und – wenn sie als hilfreich erlebt werden – auch in belastenden Situationen nutzen zu können.


    Welche Methoden für einen Menschen passend sind und wie hilfreich sie erlebt werden, ist individuell unterschiedlich.


    Wenn Sie den Eindruck haben, dass anhaltender Stress oder seelische Belastungen Ihren Alltag dauerhaft beeinträchtigen, kann eine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung sinnvoll sein.


    Probieren Sie die kleine Übung gerne einmal aus und beobachten Sie in Ruhe, welche Erfahrungen Sie damit machen.




    Wenn Sie Fragen zum Thema Ressourcenarbeit haben oder mehr darüber erfahren möchten, können Sie sich gerne an mich wenden.


    Wenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat, können Sie ihn gerne mit Menschen teilen, für die das Thema ebenfalls interessant sein könnte.


    Herzliche Grüße

    Eva Markert

  • EMDR – Die wichtigsten Fragen und Antworten

    EMDR verständlich erklärt: Was hinter der Methode steckt


    Viele Menschen haben schon von EMDR gehört, wissen aber nicht genau, was sich dahinter verbirgt. Vielleicht ist Ihnen der Begriff im Zusammenhang mit einer Traumatherapie begegnet oder Sie kennen jemanden, der von dieser Behandlung erzählt hat.


    Dabei entstehen häufig Fragen: Was passiert bei EMDR? Wie läuft eine Sitzung ab? Und muss man belastende Erlebnisse noch einmal vollständig durchleben?


    Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick über die Methode und den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand. Er ersetzt keine individuelle psychotherapeutische oder ärztliche Beratung.




    Was bedeutet EMDR?


    EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“, auf Deutsch etwa „Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen“.


    Die Methode wurde Ende der 1980er-Jahre zur Behandlung psychischer Folgen belastender oder traumatischer Erfahrungen entwickelt. Heute wird EMDR von entsprechend qualifizierten Fachpersonen im Rahmen psychotherapeutischer Behandlungen eingesetzt.


    Ob EMDR im Einzelfall geeignet ist, hängt von der individuellen Situation ab und sollte im Rahmen einer fachlichen Diagnostik beurteilt werden.




    Wie funktioniert EMDR?


    Nach einem wissenschaftlichen Erklärungsmodell können belastende Erfahrungen unter bestimmten Umständen unvollständig verarbeitet werden. Sie können dann auch später noch mit belastenden Erinnerungen oder Stressreaktionen verbunden sein.


    Bei einer EMDR-Behandlung richtet die betroffene Person ihre Aufmerksamkeit für kurze Zeit auf eine belastende Erinnerung. Gleichzeitig werden sogenannte bilaterale Reize eingesetzt. Dies geschieht häufig durch geführte Augenbewegungen, teilweise auch durch abwechselnde Töne oder leichte Berührungen.


    Ziel der Methode ist es, die Verarbeitung belastender Erinnerungen im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung zu unterstützen. Wie Menschen darauf reagieren, ist individuell unterschiedlich.




    Warum spielen Augenbewegungen eine Rolle?


    Wie bilaterale Reize genau wirken, wird weiterhin wissenschaftlich untersucht. Es gibt verschiedene Erklärungsansätze. Die zugrunde liegenden Mechanismen sind bislang nicht abschließend geklärt.


    Während einer EMDR-Behandlung bleibt die behandelte Person wach, ansprechbar und kann den Ablauf jederzeit mitgestalten oder unterbrechen.




    Für wen kann EMDR infrage kommen?


    EMDR wird insbesondere zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) eingesetzt.


    Darüber hinaus kann die Methode – abhängig von der individuellen Situation und der fachlichen Einschätzung – auch Bestandteil einer Behandlung bei anderen psychischen Belastungen sein. Die wissenschaftliche Evidenz ist je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich.


    Ob EMDR geeignet ist, sollte immer individuell entschieden werden.




    Muss man dabei alles noch einmal erzählen?


    Nicht unbedingt. Im Rahmen einer EMDR-Behandlung wird über belastende Erfahrungen gesprochen. Es ist jedoch in der Regel nicht erforderlich, jedes Detail ausführlich zu schildern.


    Wie eine Behandlung im Einzelnen abläuft, richtet sich nach der individuellen Situation und dem therapeutischen Vorgehen.




    Wie fühlt sich eine EMDR-Sitzung an?


    Das Erleben einer EMDR-Behandlung ist von Mensch zu Mensch verschieden.


    Manche Menschen berichten während oder nach einer Sitzung von Gedanken, Erinnerungen oder Gefühlen. Andere nehmen vor allem körperliche Veränderungen wahr oder bemerken Veränderungen erst im Alltag.


    Wie eine Person eine Behandlung erlebt, lässt sich nicht vorhersagen.




    Wie viele Sitzungen sind notwendig?


    Das lässt sich nicht allgemein beantworten.


    Die Dauer einer Behandlung hängt unter anderem von der Art der Beschwerden, der persönlichen Vorgeschichte und den Behandlungszielen ab. Deshalb unterscheidet sich die Anzahl der erforderlichen Sitzungen von Person zu Person.




    Ist EMDR wissenschaftlich anerkannt?


    EMDR gehört zu den wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS).


    Für weitere Anwendungsgebiete wird die Methode wissenschaftlich untersucht. Die Aussagekraft der bisherigen Studien unterscheidet sich dabei je nach Beschwerdebild.




    Gibt es Risiken oder mögliche Belastungen?


    Wie andere psychotherapeutische Verfahren kann auch EMDR vorübergehend belastende Gefühle oder Erinnerungen auslösen.


    Deshalb sollte die Methode ausschließlich von entsprechend qualifizierten Fachpersonen durchgeführt werden. Im Rahmen einer Behandlung werden mögliche Reaktionen besprochen und therapeutisch begleitet.




    Kann EMDR auch online durchgeführt werden?


    Ob eine psychotherapeutische Behandlung im Rahmen einer Videosprechstunde möglich ist, richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben sowie den allgemein anerkannten fachlichen Standards.


    Ob dies im Einzelfall infrage kommt, kann nur nach einer individuellen fachlichen Beurteilung entschieden werden.




    Worin unterscheidet sich EMDR von einer Gesprächstherapie?


    In vielen psychotherapeutischen Verfahren steht das gemeinsame Gespräch über belastende Erfahrungen im Mittelpunkt.


    EMDR ergänzt diesen Ansatz um ein strukturiertes Verfahren zur Bearbeitung belastender Erinnerungen. Welche Behandlung im Einzelfall geeignet ist, hängt von der individuellen Situation und der fachlichen Einschätzung ab.




    Kann EMDR helfen?


    Für die Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) liegen wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wirksamkeit von EMDR vor.


    Für andere Anwendungsgebiete wird die Methode weiterhin untersucht. Ob eine Behandlung im Einzelfall hilfreich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab und lässt sich nicht allgemein vorhersagen.




    Fazit


    EMDR ist ein wissenschaftlich anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung. Darüber hinaus wird die Methode auch für weitere Anwendungsgebiete wissenschaftlich untersucht.


    Ob EMDR für eine bestimmte Person geeignet ist, sollte im Rahmen einer qualifizierten psychotherapeutischen oder ärztlichen Diagnostik und Beratung individuell geklärt werden.


    Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung, Diagnostik oder Behandlung.

  • Warum Panikattacken sich so bedrohlich anfühlen – und was wirklich helfen kann.

    Warum Panikattacken sich so bedrohlich anfühlen – und was im Umgang damit helfen kann


    Eine Panikattacke kann sehr belastend sein. Viele Menschen haben in diesem Moment das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren oder körperlich ernsthaft erkrankt zu sein. Die Beschwerden können so intensiv sein, dass sie zunächst erschrecken.


    Die gute Nachricht: Hinter einer Panikattacke steckt häufig eine starke Stressreaktion des Körpers. Zu verstehen, was dabei geschieht, kann vielen Menschen helfen, die eigenen Reaktionen besser einzuordnen.




    Was passiert bei einer Panikattacke?


    Bei einer Panikattacke wird das körpereigene Alarmsystem aktiviert. Dieses System hat die Aufgabe, uns in Gefahrensituationen zu schützen und den Körper auf schnelles Handeln vorzubereiten.


    Heute kann dieses Alarmsystem unter anderem durch anhaltenden Stress, starke innere Anspannung oder belastende Gedanken aktiviert werden – auch dann, wenn keine tatsächliche äußere Gefahr besteht.


    Typische Beschwerden können sein:


    Herzklopfen oder schneller Puls

    Schwindel oder Unsicherheitsgefühl

    Enge- oder Druckgefühl in der Brust

    Zittern oder Kribbeln

    das Gefühl, die Umgebung wirke unwirklich

    starke innere Unruhe

    die Sorge, dass etwas Schlimmes passieren könnte


    Diese Beschwerden entstehen durch körperliche Reaktionen des Nervensystems und können sich sehr intensiv anfühlen.


    Eine Panikattacke klingt in der Regel wieder ab. Halten Beschwerden an, treten sie erstmals auf oder bestehen Unsicherheiten über die Ursache, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.




    Warum Angst manchmal stärker wird


    Wenn Angst auftritt, versuchen viele Menschen verständlicherweise, sie möglichst schnell wieder loszuwerden. Manche lenken sich ab, beobachten ihren Körper sehr genau oder vermeiden bestimmte Situationen.


    Kurzfristig kann das entlastend sein. Langfristig kann Vermeidung jedoch dazu beitragen, dass die Angst bestehen bleibt oder sich verstärkt. Deshalb kann es hilfreich sein, schrittweise einen anderen Umgang mit den eigenen Angstreaktionen zu entwickeln.




    Was im Umgang mit Angst hilfreich sein kann


    Jeder Mensch erlebt Angst anders. Deshalb gibt es keine Methode, die allen gleichermaßen hilft. Manche Menschen empfinden jedoch folgende Strategien als unterstützend:


    Den Blick nach außen richten


    Bei starker Angst richtet sich die Aufmerksamkeit häufig vollständig auf den eigenen Körper.


    Es kann hilfreich sein, die Aufmerksamkeit bewusst auf die Umgebung zu lenken. Nehmen Sie zum Beispiel wahr:


    Was sehe ich gerade?

    Welche Geräusche höre ich?

    Welche Gegenstände befinden sich um mich herum?


    Diese Übung kann dabei unterstützen, den Fokus wieder auf den gegenwärtigen Moment zu richten.


    Die Atmung ruhig fließen lassen


    Viele Menschen versuchen während einer Panikattacke besonders tief zu atmen. Manche erleben dies als hilfreich, andere eher nicht.


    Oft wird es als angenehmer empfunden, die Atmung möglichst ruhig und ohne Druck fließen zu lassen. Welche Atemtechnik passend ist, kann individuell unterschiedlich sein.


    Gedanken als Gedanken wahrnehmen


    Während einer Panikattacke wirken beängstigende Gedanken häufig sehr überzeugend.


    Manchen Menschen hilft es, sich bewusst zu machen, dass Gedanken nicht zwangsläufig Tatsachen sind. Diese Haltung kann den Umgang mit belastenden Gedanken erleichtern.




    Sicherheit im Alltag stärken


    Neben einer schrittweisen Auseinandersetzung mit Ängsten kann es hilfreich sein, regelmäßig Situationen zu schaffen, die als beruhigend oder stabilisierend erlebt werden.


    Dazu können – je nach persönlicher Situation – beispielsweise gehören:


    Spaziergänge oder leichte Bewegung

    regelmäßige Pausen

    Entspannungsübungen

    bewusst angenehme Momente wahrnehmen

    ein freundlicher und geduldiger Umgang mit sich selbst


    Welche Strategien als hilfreich erlebt werden, ist individuell unterschiedlich.




    Wann professionelle Unterstützung sinnvoll sein kann


    Angst gehört grundsätzlich zu den normalen menschlichen Gefühlen und erfüllt eine wichtige Schutzfunktion.


    Wenn Ängste jedoch über längere Zeit bestehen, den Alltag deutlich beeinträchtigen oder zu einem starken Vermeidungsverhalten führen, kann eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung sinnvoll sein. Gemeinsam können die Ursachen eingeordnet und geeignete Behandlungsmöglichkeiten besprochen werden.




    Fazit


    Panikattacken können sich sehr bedrohlich anfühlen. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine akute körperliche Gefahr besteht.


    Ein besseres Verständnis der eigenen Reaktionen sowie ein individueller Umgang mit Angst können für viele Menschen hilfreiche Schritte sein. Welche Unterstützung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von der persönlichen Situation ab.



    Wenn Sie Fragen zum Thema Angst oder Panik haben oder sich über mögliche Unterstützung informieren möchten, können Sie sich gerne an mich wenden.


    Herzliche Grüße

    Eva Markert



    Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnostik, Beratung oder Behandlung.